Nachhaltiger Lebensstil
Nachhaltiger Lebensstil wird als wesentlicher Eckpfeiler einer zukunftsfähigen Entwicklung gesehen. Doch wie können Menschen dabei unterstützt werden, nachhaltig zu leben? Das Team der Ökologischen Produktpolitik untersucht diese Frage aus unterschiedlicher Perspektive und unter Mitwirkung unterschiedlicher Stakeholder wie Unternehmen, NGOs und KonsumentInnen.
Nachhaltig Handeln im beruflichen und privaten Alltag
Problemlage: Unser Alltag ist durch vielfältige berufliche und private Herausforderungen, wie Zeitmangel, Stress, Kinderbetreuung usw. bestimmt. Das macht eine nachhaltige Lebensweise oft schwierig. Unternehmen schätzen die Gesundheit von MitarbeiterInnen als Element wirtschaftlichen Erfolgs. Gesundheitsförderliche Verhaltensweisen (z. B. mit dem Fahrrad zur Arbeit, biologische Ernährung) haben aber auch eine bisher kaum untersuchte Auswirkung auf Umwelt und Ressourceneinsparung. Unternehmen können somit über betriebliche Maßnahmen für MitarbeiterInnen einen Beitrag zum Klimawandel leisten.
Expertise: Mittels Interviews und Workshops mit MitarbeiterInnen und Führungskräften wurden realisierte Aktivitäten für ein nachhaltiges Handeln in mehreren ausgewählten Unternehmen erfasst. Ergebnis des Projektes ist ein Leitfaden, der Tipps für Ernährung, Mobilität und Work-Life-Balance enthält.
LOHAS auf dem Weg in eine zukunftsfähige Gesellschaft – Nachhaltige Trendsetter
Problemlage: An die Komsumgruppe LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) wird die Hoffnung geknüpft, dass sie eine zukunftsfähige Gesellschaft beschleunigen, weil sie bei ihren Kaufentscheidungen auf nachhaltige Produkte setzen. Doch wie erreichen Unternehmen diese Konsumgruppe am besten?
Expertise: „Nachhaltige Trendsetter“ untersuchte den Konsumtyp vertiefend für die Konsumbereiche Ökotextilien und Nachhaltiger Tourismus. Das Projekt wurde in Kooperation mit Wirtschaftspartnern aus dem Bereich Tourismus bzw. Textilien realisiert. Neben einer Online-Fragebogenerhebung kam als qualitatives Instrument die Q-Methode zum Einsatz. Die Ergebnisse bieten ProduktdesignerInnen und Marketingverantwortlichen Hilfestellung für LOHAS-gerechte Entwicklung und Vermarktung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen in den zwei ausgewählten Marktsegmenten.
NENA - Netzwerk nachhaltige Lebensstile
Problemlage: Es gibt in Österreich sehr viele Institutionen, die durch ihre Angebote einen nachhaltigen Lebensstil fördern. Bislang ist aber unklar: Wie kann man vorhandene Ressourcen bündeln, um dadurch weitreichendere Effekte hin zu nachhaltigen Lebens- und Konsumgewohnheiten zu erreichen.
Expertise: Im Rahmen von NENA wurde ein Netzwerk initiiert, um die Kooperation von NachhaltigkeitsakteurInnen zu fördern. Bei der Analyse von Angeboten im Bereich Nachhaltiger Lebensstile entdeckte das Forschungsteam Verbesserungsmöglichkeiten in den Bereichen Ideenfindung, Partizipation, Marketing, Geschlechtergerechtigkeit und Evaluierung. Diese Themen wurden in Form von fünf Modulen ausgearbeitet, die bei der Neuerstellung oder Rekonzeption von Angeboten unterstützen.
Kontakt: Ulrike Seebacher, Manfred Klade

