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Produktbewertung

Der Forschungsbereich Ökologische Produktpolitik bietet umfassende Expertise im Bereich Produktbewertung.


Gesundheits- und umweltrelevante Stoff- und Produkteigenschaften

Problemlage: Manche Inhaltsstoffe von Produkten bzw. Konsumgütern haben für Mensch und Umwelt nachteilige Eigenschaften. Diese werden aber auf Grund von Funktionalität bzw. beabsichtigter Wirkung in Kauf genommen. Beispiele sind etwa Weichmacher in Kunststoffen oder mikrobiozide Wirkstoffe in Desinfektionsmitteln. Für BeraterInnen, Umwelt- und Arbeitsschutzverantwortliche, BeschafferInnen und KonsumentInnen sind die bereitgestellten Informationen oft nicht ausreichend, um damit eine Produktauswahl zu treffen.

Expertise: Für die Bediensteten der Stadt Wien wurde eine Datenbank (WIDES) entwickelt, in welcher handelsübliche Desinfektionsmittel nach human- und ökotoxikologischen Kriterien in vier Gesundheits- und zwei Umweltkategorien mit Hilfe eines Farbcodes bewertet werden. Hier geht’s zur Datenbank.


Eigenschaften von „neuartigen“ Inhaltsstoffen und Produkten

Problemlage: Produktinnovationen führen dazu, dass auf Grund von Funktionalität und/oder beabsichtigter Wirkung Komponenten integriert sind, die bis dato für die betroffene Produktgruppe unbekannt waren. Beispiele dafür sind nanotechnologische Komponenten (z.B. Nanosilber in Verpackung, Waschmaschinen oder Kühlschränken) oder Mikroorganismen als Wirkstoff (mikrobiologische Reiniger). Dabei sind die verfügbaren Informationen für BeraterInnen, BeschafferInnen, Politikverantwortliche als auch KonsumentInnen häufig nicht ausreichend, um sich ein Bild hinsichtlich der Gefährdung zu machen oder um eine Produktempfehlung auszusprechen.

Expertise: Im Auftrag des österreichischen Lebensministerium wurde eine Studie zu mikrobiologischen Reinigern erstellt. Die Studie gewährt einen Überblick über die am Markt befindlichen Produkte, schätzt deren funktionelle und ökologische Vor- und Nachteile ab und gibt Empfehlungen zum Umgang.


Umweltwirkung von Produkten

Problemlage: Produktinnovationen zielen oft auf Effizienzgewinne ab, sei es beim Herstellungsprozess selbst, bei den eingesetzten Rohstoffen und der Energie oder bei der Nutzungsphase. Effizienzgewinne werden zwar für Nano-Komponenten behauptet, diese sind aber oft nicht nachgewiesen. Das Risiko derartiger Produktbestandteile bleibt häufig unbeachtet.

Expertise: Gemeinsam mit Unternehmenspartnern wurde in zwei Fallbeispielen untersucht, ob konkrete Nano-Anwendungen im Bereich Beschichtung verglichen mit konventionellen Anwendungen einen konkreten Umweltnutzen aufweisen bzw. ob die Anwendung allfällige Risiken (z. B. Partikelfreisetzungen) impliziert. Der Umweltnutzen wurde mittels Ökobilanz dargestellt.

Kontakt: Dr. Manfred Klade